Kopftuchverbot in der Schule für Mädchen in Österreich
Wien [ENA] Wie zu erwarten, hat das Kopftuchverbot an österreichischen Schulen für Mädchen bis vierzehn Jahren, das der Nationalrat einstimmig beschlossen hat, heftige Reaktionen ausgelöst. So hat zum Beispiel die Aktion kritischer Schüler*innen deswegen sogar zu einer Demonstration vor dem Parlament in Wien aufgerufen. Anscheinend überfordert manche sogar dieses relativ kleine Zugeständnis an die Kultur Österreichs.
Vielmehr mutet die Rhetorik der Pressemitteilungen eher wie eine Kriegserklärung an, wenn die Österreichische Islamische Föderation das vom Nationalrat beschlossene kopftuchverbot als einen schwerwiegenden Eingriff in Grundrechte, Freiheit und demokratische Prinzipien brandmarkt. Macht man da nicht aus einer Fliege einen Elefanten und gibt man da nicht dem Kopftuchtragen kleiner Mädchen an österreichischen Schulen eine religiös kulturelle Bedeutung, die vielleicht auch anders gelebt werden kann? Zum Beispiel in der Achtung österreichischer Gesetze und Politik, die wenigstens, was die Religionsfreiheit international betrifft, unheimlich großzügig ist. Aber auch die IGGÖ, die Islamische Glaubensgemeinschaft, will dieses Gesetz anfechten.
Sie möchte nämlich den Verfassungsgerichtshof anrufen. Statt gleich aus allen Pistolen zu schießen, wäre es ja als Kompromiss möglich, dass Mädchen vor dem Unterricht das Kopftuch abnehmen und danach wieder anlegen. So lernen sie vielleicht, dass es in Österreich verschiedene Kleiderordnungen gibt, die für eine multikulturelle Gesellschaft notwendig und selbstverständlich ist. Aber es gibt auch gute Nachrichten auf einem ganz anderen Gebiet, denn das niederösterreichische Unternehmen "Lights of Vienna" hat 550 wunderschöne Goldluster (der größte hat drei Tonnen Gewicht) für die Al-Haram-Moschee in Mekka angefertigt, wo sie im Bereich der Kaaba, dem wichtigsten Heiligtum im Islam, Licht aus Österreich verbreiten werden.




















































